Strander Fischersteg und Fischerverein

Fast täglich landen die Erwerbsfischer des Strander Fischervereins am Fischersteg fangfrischen Fisch an, der direkt über den Kutter verkauft wird. 15 Erwerbsfischer und zwei Berufsfischer halten in Strande die alte Tradition des Fischfangs hoch. Ihnen kann man beim filetieren der Fische oder ausbessern der Netze über die Schulter gucken. In der Regel werden folgende Fische angelandet: Dorsch (Oktober - April), Strufbutt (Flunder) und Goldbutt (Scholle) (Mai - November), Kliesche (Limande) (Frühjahr), Steinbutt und Glattbutt (Kleist), Meerforellen und Meeräschen, Heringe (Frühjahr und Herbst), Seehasen und Wittlinge (Frühsommer). Erfreulicherweise werden seit einiger Zeit auch zunehmend Makrelen gefangen. Der Fischverkauf findet täglich, wenn nicht vorher Unwetter vorhergesagt ist, von 8:00 - 12:00 Uhr statt. Wenn viel Fisch vorhanden ist, wird auch am Nachmittag weiter verkauft. Gleich am Hafenhaus befindet sich auch ein Bootsslip. Dort werden die Boote oftmals aufs Trockene gezogen, um Reparaturen am Schiff vorzunehmen.

Bülker Leuchtturm

1807 errichteten die Dänen auf der Bülker Huk ein kombiniertes Lotsen- und Leuchthaus. 1885 wurde ein 25,6 m hoher Backsteinbau errichtet, der als Leit- und Orientierungsfeuer dienen sollte. Im Rahmen des Leuchtturm Umbaus im Jahre 1969 wurde die Fassade mit Platten verkleidet, wobei ein schwarzes Band den Turm zierte. Das Leuchtfeuer wurde automatisiert, wobei die Hochvolt-Halogenglühlampe für eine Feuersicht bis 16 Seemeilen sorgt. Seit 1996 ist der Turm des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel für die Öffentlichkeit zugänglich. Über 98 Stufen gelangt man auf die Aussichtsplattform in 22m Höhe, auf der Sie eine herrliche Rundumsicht auf die Kieler- und Eckernförder Bucht haben. Der Turm ist ganzjährig (außer montags in der Nebensaison) geöffnet. Am Turmfuß bietet die Restauration des Leuchtturm-Pavillons kleine Speisen und Getränke an. Ebenso finden ganzjährig kulturelle Veranstaltungen auf der Terrasse oder im Pavillon statt.

Gut Eckhof

Neben den Strander Gütern Neu und Alt Bülk gehört das Gut Eckhof zu den historisch bedeutsamen Gütern des Dänischen Wohldes. Zunächst war Eckhof als Meierhof neu für Gut Bülk angelegt worden. Das Herrenhaus, 1773 durch den Grafen von Holck im Rokokostil erbaut, wurde 1774 zum eigenständigen adligen Gut erhoben. Viele Weitergaben und Erbfolgen hat das Gut erlebt, bis es 1972 im Erbwege an Graf zu Reventlow aus Wulfshagen fiel. Seit 2005 ist Bruder Nicolaus zu Reventlow neuer Besitzer, der den alten Zustand bis heute durch Renovierungsarbeiten bewahrt. Zum Gut gehören das Herrenhaus, Meiereiflügel, Wirtschaftsgebäude, Kuhhaus, Kutscherwohnung, Scheunen und Deputatshäuser wie auch ein See.

Der Dichter Friedrich Gottlob Klopstock war von 1770-1794 häufiger Gast auf Gut Eckhof. 1786 schaffte der Gutsherr von Holck die Leibeigenschaft auf seinem Gut ab. Das Gut umfasst 346 ha Fläche, die hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt werden. 66 ha sind Wald und Wasser. Während im Kutscherhaus eine Ferienwohnung entstand, wurden andere Gebäude als Mietwohnungen ausgebaut. Die Scheunen werden für Strandkörbe oder Segelboote als Winterlager genutzt.